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Sharks, Holy Scrollers, Karteisysteme, Buchmetapher

In der Hypertext-Fachwelt geht ein Streit zwischen jenen, die das Scrollen (Hoch- oder Runterfahren im Text) verboten haben wollen, und solchen, die es erlauben möchten. "Sharks" sind jene, die dafür plädieren, daß eine Texteinheit immer auf einen Blick erfaßbar sein sollte; "Holy Scrollers" sind jene, die dem Umfang einer Texteinheit keine bildschirmbedingten Grenzen aufzwingen wollen. Sharks tendieren dazu, Hypertexte als Karteisysteme zu kreieren. Grundelement ist dabei die Karteikarte mit ihrer unveränderlichen Größe. Holy Scrollers bevorzugen dagegen die Buchmetapher beim Design von Hypertexten. Grundelement sind dabei Textabschnitte von variabler, den Gegebenheiten angepaßter Länge.

Heute haben sich weitgehend Systeme durchgesetzt, die einer Texteinheit keine Längenbeschränkungen auferlegen. Auch HTML-Dateien, die Texteinheiten im World Wide Web, können beliebig lang sein. Dennoch wird gerade im WWW mit Hilfe neuerer Techniken wie Frames häufig auch eine "scroll"-freie Informationsdarbietung angestrebt, denn das Erfassen eines gesamten Informationszusammenhangs auf einen Blick hat unbestreitbare Vorteile.

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