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Hypertext Abstract Machines

"In vielen Bereichen der Programmierung hat es sich oft als die beste Implementierungsmethode erwiesen, mit softwaretechnischen Mitteln eine abstrakte oder virtuelle Maschine...für eine Klasse von Anwendungsprogrammen zu realisieren, auf der dann die eigentliche Software aufbaut" (Schnupp, S.85).

Ein Beispiel dafür sind Datenbanken wie dBase, FoxPro u.v.a., die an die Stelle spezieller Einzelsoftware treten, etwa für Kundenverwaltung, Biblotheksbestand-Verwaltung usw. Für Hypertext gilt das Gleiche: man kann einen Hypertext fest programmieren, oder man programmiert eine unabhängige, abstrakte Software, die das Implementieren von Hypertexten unterstützt, indem sie geeignete Mittel und Funktionen zur Verfügung stellt. Als professionelle Systeme dieser Art nennt Schnupp z.B. HAM (Hypertext Abstract Machine) oder HyperBase.

Noch einen Schritt weiter geht das Konzept, lediglich ein Hypertext-Datenformat zu standardisieren, ohne es an eine bestimmte Software zu binden. Das bisher anspruchvollste Format dieser Art ist SGML (Structured Generalized Markup Language). Eine Unterklasse davon (also ein Ableger, der Teile von SGML übernimmt, andere dagegen nicht), ist HTML, das Datenformat für Hypertext im World Wide Web. Hierbei handelt es sich genau genommen nicht mehr um eine "Hypertext Abstract Machine", sondern um eine "Hypertext Abstract Form" - ein Schritt weiter auf dem Weg vom maschinellen zum virtuellen Ort der eigentlichen Steuerung.

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