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Browsing, Authoring

Browsing bedeutet "Herumstöbern", und zwar mit kreativem oder informationellem "Mehrwert". Das ist es, was sich begeisterte Hypertext-Anhänger für den Leser eines Hypertextes erhoffen. Doch solange es noch keine "Hyper-Computer" gibt, werden die Verweise, die der Leser entdecken soll, von Autoren eingerichtet.

"Authoring" ist der eigentlich unmögliche Versuch, einen Hypertext mit all der Intelligenz auszustatten, die dem Leser den "Mehrwert" gegenüber sequentiellem Text erst vermitteln soll. Eigentlich müßten also hyper-intelligente Autoren für normal-intelligente Leser schreiben. Doch nicht nur, daß normal-intelligente Autoren an Hypertexten schreiben - nein, auch Leser selbst schreiben Hypertexte "fort". Denn auch das Fortschreiben durch Anwender gehört zum Authoring in manchen Hypertext-Systemen. Die Trennung zwischen Autor und Rezipient ist im Hyptertext-Bereich zumindest theoretisch fließend und zum Teil aufgehoben, weil printmedienbedingte Zwänge wie Auflagenhöhen, Neuauflagenkalkulationen usw. weitgehend entfallen (siehe hierzu auch die Rezeptionsgeschichte von Arno Schmidt's "Zettels Traum").

Bei Hypertextsystemen unterscheidet man generell zwischen reinen "Browsern" (Nur-Lese-Zugriff) und Systemen, die das Editieren bzw. Fortschreiben erlauben. Ein Fortschreiben seitens aller ist jedoch in der Praxis nur in geschlossenen Benutzerkreisen möglich, um Mißbrauch zu vermeiden und Qualität zu wahren. Im World Wide Web herrscht deshalb eine klare Trennung zwischen Anbietern und Lesern von WWW-Seiten. Nur über technische Umwege (CGI-Schnittstelle) ist es mögich, "interaktiv" wachsende Web-Projekte zu realisieren.

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