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Web-Views

Einem elektronisch gespeicherten Hypertext kann man - im Gegensatz zu einem Buch etwa - nicht unmittelbar ansehen, wie umfangreich er ist. Der Leser/Anwender tut sich mit der Navigation im Informationsangebot jedoch leichter, wenn er sich eine plastische Vorstellung des Informationsangebots machen, sich also einen "Informationsraum" mit dieser oder jener Größe und Komplexität vorstellen kann. Das verringert die Gefahr des Lost-in-Hyperspace-Gefühls.

"Web-Views" sind Gesamtsichten auf einen Hypertext mit der Absicht, den dargebotenen Informationsraum zu visualisieren. Ein "Web-View" soll dem navigierenden Anwender den gesamten Hypertext als eine Art Stadtplan zeigen und möglichst in jeder beliebigen Situation ein "Sie befinden sich hier!" ausgeben können. Dazu bedarf es allerdings ausgereifter grafischer Darstellungsmöglichkeiten. Man stelle sich einen Hypertext mit zigtausend Texteinheiten und noch mehr Verknüpfungen vor. Die Visualisierung eines solchen Netzes wirft Probleme auf, und es ist fraglich, wie groß der Orientierungsgewinn für den Navigierenden dabei ist. Sinnvoller sind in der Praxis "lokale Web-Views", die den aktuellen Dokumentteil im Zusammenhang darstellen, oder "ferne Web-Views", die vor dem Ausführen eines Verweises zu einem anderen Dokumentteil diesen Dokumentteil auf Wunsch in Form einer Übersicht präsentieren.

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