"Vom Hunderdsten ins Tausendste": Vor- und Nachteile
"Vom Hundertsten ins Tausendste kommen" ist ein Idiom mit negativen Konnotaten. Abstrahiert man diese, bedeutet das Idiom, dem freien Fluß der Gedanken zu folgen, ohne sich rationalen oder formallogischen Beschränkungen zu unterwerfen. Hypertext unterstützt diese Art zu denken.
Ein Vorteil ist diese Art zu denken - so die Ansicht des Autors dieses Dokuments - in zwei Situationen:
- Zu Beginn der Beschäftigung mit einem neuen Gebiet. In diesem Stadium unterstützt die freie Navigation das Erwachen von Interesse und damit die kognitive Bereitschaft, sich näher auf das Gebiet einzulassen.
- In einem fortgeschrittenen Stadium des Wissens. Wer sich auf einem Gebiet erst einmal auskennt, wird die Möglichkeiten von Hypertext gezielt und souverän nutzen können, da er weiß, wonach er sucht, wenn er ein solches System benutzt (Hypertext als benutzerfreundliche Recherchetechnik).
Ein Nachteil ist die von Hypertext favorisierte Art zu denken während der konzentrierten Wissensaufnahme, während des Lernstadiums, während jener Phase, in der sich der Aufnehmende mentale Modelle vom aufgenommenen Wissen macht. In dieser Phase sind Ablenkung und Angebotsfülle nur hinderlich. Um diese Phase der Informationsaufnahme elektronisch zu unterstützen, sind geeignete Guided Tours erforderlich.
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