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Contra: Integrationskonflikte bei "Netz zu Netz"

Gegen die Annahme, daß vernetzte Wissenspräsentation die Aufnahme von Wissen erleichtert, lassen sich zwei Argumente anführen:

Das erste Gegenargument führt ins Feld, daß sich der Hypertext-Leser seine "Leselinie" erst selbst bahnen muß, was Zeit und Energie kostet. Wobei die Wissensaufnahme letztlich nicht anders funktioniert als bei "herkömmlichem" Text: sie "findet..., auch durch die Navigation in Hypertext, in einer zeitlich sequentiellen Reihenfolge statt, so daß jeder faktische Weg letztlich doch wieder linear ist" (Kuhlen, S.56) - siehe hierzu auch das Thema n:m-Relationen und kohäsive Geschlossenheit von Hypertexteinheiten.

Dem zweiten Gegenargument zufolge ist gerade die Integration von vernetztem Wissen in ein Wissensnetz problematischer als die Integration "einfachen" Wissens in das Wissensnetz. Dahinter steht die Annahme, "daß zwei Netze, zumal wenn sie polyhierarchisch strukturiert sind, schwieriger zu integrieren sind als eine lineare Struktur in ein bestehendes Netz" (Kuhlen, S.56).

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